Treuhand-Lexikon
MWST, AHV, BVG, Säule 3a: Die wichtigsten Begriffe rund um Steuern, Lohn und Buchhaltung, in klarer Sprache erklärt.
Amtsdeutsch in verständliche Worte übersetzt.
Treuhand steckt voller Abkürzungen und Fachbegriffe. Dieses Lexikon erklärt die wichtigsten kurz und ohne Paragrafen-Deutsch, damit Sie wissen, worum es geht, bevor Sie zu uns kommen.
Die Erklärungen sind bewusst allgemein gehalten. Was in Ihrem konkreten Fall gilt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch, in Ihrer Sprache.
Steuern & MWST
MWST (Mehrwertsteuer)
Steuer auf Umsätze von Unternehmen. In der Schweiz wird sie ab einem Jahresumsatz von CHF 100'000 obligatorisch — darunter ist die Anmeldung freiwillig. Abgerechnet wird je nach Methode quartalsweise oder halbjährlich mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung.
Quellensteuer
Steuer, die direkt vom Lohn abgezogen wird — typisch für ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung (C). Der Arbeitgeber zieht sie ab und führt sie an den Kanton ab. Zu viel Bezahltes lässt sich oft über eine nachträgliche Korrektur zurückholen.
Steuerfristen
Der Abgabetermin für die Steuererklärung hängt vom Kanton ab — im Aargau in der Regel der 31. März. Fristverlängerungen sind möglich; wir beantragen sie auf Wunsch als kostenpflichtige Zusatzleistung, damit keine Mahnung ins Haus flattert.
Lohn & Sozialversicherungen
AHV / IV / EO
Die erste Säule der Schweizer Vorsorge: Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung sowie Erwerbsersatz. Obligatorisch für alle; Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen je die Hälfte der Beiträge, abgerechnet über die Ausgleichskasse.
BVG (Pensionskasse)
Die zweite Säule der beruflichen Vorsorge — die Pensionskasse. Obligatorisch ab einem bestimmten Jahreslohn; sie ergänzt die AHV, damit der gewohnte Lebensstandard im Alter gesichert ist. Beiträge teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Lohnausweis
Die jährliche Bescheinigung über Lohn und Abzüge, die der Arbeitgeber ausstellt. Sie ist die Grundlage für die Steuererklärung der Arbeitnehmenden und muss bestimmten Vorgaben der Steuerverwaltung entsprechen.
Buchhaltung & Abschluss
Jahresabschluss
Der Abschluss des Geschäftsjahres mit Bilanz (Vermögen und Schulden) und Erfolgsrechnung (Ertrag und Aufwand). Er ist Grundlage für die Steuererklärung des Unternehmens und für Gespräche mit Bank und Partnern.
Doppelte Buchhaltung
Die kaufmännische Buchführung, bei der jeder Geschäftsfall auf zwei Konten erfasst wird (Soll und Haben). Sie ist für GmbH und AG vorgeschrieben und liefert jederzeit ein vollständiges Bild der Finanzlage.
Revision
Die gesetzliche Prüfung der Jahresrechnung durch eine unabhängige Stelle. Es gibt die eingeschränkte und die ordentliche Revision; kleine Firmen können unter Bedingungen darauf verzichten (Opting-out). Ob Ihr Betrieb prüfpflichtig ist, hängt von Grösse und Rechtsform ab.
Vorsorge & Privates
Säule 3a
Die gebundene private Vorsorge — die dritte Säule. Einzahlungen sind bis zu einem jährlichen Maximalbetrag vom steuerbaren Einkommen abziehbar, das Guthaben ist bis zur Pensionierung gebunden. Eines der wirksamsten legalen Steuersparmittel für Privatpersonen.
Rechtsform
Die rechtliche Hülle Ihres Unternehmens: Einzelfirma, GmbH oder AG. Sie bestimmt Haftung, Kapital, Steuern und Aufwand. Die richtige Wahl hängt von Risiko, Grösse und Plänen ab — wir klären das vor einer Gründung mit Ihnen.
Eigenmietwert
Ein fiktives Einkommen, das Eigenheimbesitzer versteuern, weil sie in den eigenen vier Wänden mietfrei wohnen. Im Gegenzug sind Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten abziehbar. Ein Dauerthema der Schweizer Steuerpolitik.
Zum Lexikon
Ersetzt das Lexikon eine Beratung?
Nein. Es gibt einen schnellen Überblick — was in Ihrem Fall konkret gilt, hängt von Ihrer Situation ab. Genau das klären wir im kostenlosen Erstgespräch.
Ein Begriff fehlt — können Sie ihn erklären?
Gern. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns — wir erklären Begriffe in Deutsch, Englisch, Französisch, Albanisch, Bosnisch, Türkisch und Aserbaidschanisch, ohne Paragrafen-Deutsch.
Gelten diese Angaben für die ganze Schweiz?
Die Grundlagen ja, viele Details und Fristen sind aber kantonal. Unsere Beispiele beziehen sich wo nötig auf den Aargau, für andere Kantone klären wir das individuell.
